18. SEPTEMBER 2019

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Frühzeitig gegenwirken


Anlagen/Systeme

Handhabung - Stoßdämpfer verschleißen und verlieren über die Zeit ihren Dämpfungscharakter. Das ist auch in den Schwenkeinheiten von Friedemann Wagner so, doch ein patentiertes Anschlagsystem mit einer Abfrage in der Steuerung erkennt die kritische Situation rechtzeitig.
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Signale können über kompakte Steckerleisten an der Drehfläche gesammelt und durch die Schwenkeinheit, zum Beispiel an die Steuerung, geführt werden. Eine separat erhältliche Zwischenposition realisiert bei Bedarf eine Mittelposition. Externe Anschläge bieten in den wichtigen Endlagen zuverlässig und spielfrei die volle Haltekraft, denn das Antriebsmoment entspricht dem Haltemoment. Anschläge gewähren vor allem als Flächenanschlag auf lange Sicht eine unverzichtbar hohe Genauigkeit. Die damit erreichte, verlässliche Präzision bietet später exakte und reproduzierbare Prozessvorgänge mit dem Ziel einer konstanten Zuverlässigkeit der Gesamtanlage.

Per patentiertem Anschlagsystem wird die Einstellung des kompletten Drehwinkels zwischen 0° und 190° ganz einfach durch Ein- oder Ausschrauben realisiert. Zur Fixierung werden die Anschlagschrauben später gekontert.

Gleichzeitig dienen die Anschlagschrauben zur Aufnahme spezieller Initiatoren. Diese Sensoren werden per Gewindebuchsen in die hohle Schraube eingedreht. Sie können auf einige Hundertstel genau eingestellt und ausgerichtet werden, um die Anschlagsituation exakt in der Endlage zu quittieren. Eine separate Rändelmutter fixiert die axiale Position des Sensors – für immer. Da der Initiator trotzdem drehbar gelagert ist, kann der Kabelabgang, zum Beispiel bei Winkelstecker, ideal justiert werden.

Die gegebene feste Relation »Anschlag: Initiator« bleibt auch bei späterem Verändern des Drehwinkels erhalten, was die Instandhaltung enorm entlastet. Muss dagegen zur Instandhaltung ein Sensor getauscht werden, kann das infolge des einfachen Prinzips bei eingestelltem Anschlag erfolgen. Für Kunden, die aus unterschiedlichen Gründen generell auf handelsübliche Initiatoren setzen, sind Adapter zur Aufnahme in den Anschlagschrauben verfügbar.

So funktioniert die Abfrage

Ein sukzessiv nachlassendes Dämpfungsverhalten führt final zum Ausfall des Dämpfers und somit zum harten Anschlagen des Systems. Durch die konstruktiv exakte Endlagenabfrage, verbunden mit der Tatsache, dass sich beide Anschlagschrauben auf einer Seite des Systems befinden, kann die Steuerung den Ausfall der Stoßdämpfer bei der Endlagenquittierung als »Prellen« erkennen. Die Abfrage erfolgt auf Mehrfachimpuls. So kann die Applikation beispielsweise sofort gestoppt werden, bevor wirtschaftliche Folgeschäden eintreten. Die robuste mechanische Gesamtkonstruktion trennt zudem die Anschlagsituation vom Getriebe – durch Dämpferausfall bedingte Fehlbelastungen führen damit nicht unmittelbar zur Zerstörung des Gesamtsystems. Das nennt man durchdachte Kraftpakete für rotatorische Handhabungsaufgaben, die in verschiedenen Baugrößen durch versteckte Konstruktionsmerkmale enorm wertvollen Zusatznutzen bringen – und alles made in Germany.

www.wagnerautomation.de
Motek: Halle 5, Stand 5104


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aut 05/2016
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