17. JANUAR 2019

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Lebensdauer erhöhen


Management

Forschung - Das BIBA – Bremer Institut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen forscht mit Partnern an einem System zur vorausschauenden Instandhaltung, um Schäden und Ausfälle in der Produktion zu vermeiden.

Das BIBA hat das Vorhaben ›UPTIME‹ mit elf Partnern aus sechs EU-Ländern initiiert und im vergangenen September die Förderzusage aus Brüssel erhalten. Inzwischen haben die Forschungen begonnen – unter der Leitung der Bremer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Der Projektname ›UPTIME‹ steht für ›Unified Predictive Maintenance System‹ (Einheitliches vorausschauendes Instandhaltungssystem). Das dreijährige Vorhaben hat einen Gesamtumfang von gut sechs Millionen Euro und wird von der EU im Rahmen des Programms ›Horizont 2020‹ mit 4,8 Millionen Euro gefördert. Zu den Forschungs- und Entwicklungspartnern in dem Projekt zählen auch die Endanwender Whirlpool EMEA/Italien (Haushaltsgeräte), M.J. Maillis/Griechenland (Stahlindustrie) und FFT/Deutschland (Produktions- und Testsysteme).

Verbesserte Wartbarkeit

Ziel des Projektes ist es, Methoden und Werkzeuge für eine verbesserte Wartbarkeit und erhöhte Lebensdauer von Produktionssystemen zu entwickeln. Die Lösung liegt in einer vorausschauenden Instandhaltung. Wartungen und Reparaturen sollen künftig mithilfe neuer Technik und eines darauf aufbauenden Systems mit intelligenten Komponenten zum optimalen Zeitpunkt mit geringstmöglichem Aufwand ausgeführt werden können und so zum Beispiel aufwendige Reparaturen vermeiden sowie Maschinenstandzeiten verkürzen oder sie bestenfalls sogar verhindern.

Im Vorfeld mögliche oder wahrscheinlich auftretende Fehler erkennen und frühzeitig beheben können – genau dafür entwickeln die ›UPTIME‹-Projektpartner ein System. Es bietet ein Toolkit, also einen Werkzeugsatz, der mithilfe von Zustandsdaten direkt aus den Maschinen in der Produktion Handlungsempfehlungen liefert. Eine der Voraussetzungen hierfür sind unter anderem intelligente Komponenten und der Einsatz von Sensoren, die zum Beispiel über Schwingungsaufnehmer Vibrationen erfassen und an das ›UPTIME‹-System melden.

Dort werden mithilfe der gewonnenen Daten aus der Produktion sowie anhand der im Projekt entwickelten Algorithmen (Handlungsvorschriften zur Lösung von Problemen) Informationen generiert, die dann rechtzeitig Hinweise und Empfehlungen für alsbald zwingend erforderliche oder ratsame Instandhaltungsarbeiten liefern.
»Eine Erhöhung der Effektivität in der Produktion um zehn Prozent durch eine vorausschauende Instandhaltung halte ich angesichts der rasanten technischen Fortschritte für möglich«, sagt BIBA-Leiter Professor Dr.-Ing. Klaus-Dieter Thoben.

www.uptime-h2020.eu

Ausgabe:
IQ 01/2018
Unternehmen:
Bilder:
Maillis

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