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RetRofit

Mit ›softQare‹ macht die Global Retool Group

bestehende Maschinen fit für die Zukunft.

Optimierung der

Datennutzung

D

ie Global Retool Group

mit Hauptsitz in Le-

bach im Saarland ver-

eint die Kompetenz und die

Produkte der Firmen SVQ

GmbH, SATEG GmbH und

WEMA Vogtland Technology

GmbH sowie der Marken Spi-

cher, Siepmann und ›par-

Qing‹ und ganz neu auch

›softQare‹. SATEG deckt in-

nerhalb der Global Retool

Group vor allem die Bereiche

innovative Steuerungstech-

nik und Steuerungsretrofit

ab.

Mit der Marke ›softQare‹

stellt sich die Global Retool

Group (GRG) unter der Füh-

rung von Andreas Quak den

Herausforderungen der In-

dustrie 4.0. In Kooperation

mit dem italienischen Soft-

wareunternehmen Solunio

entwickelte die SATEG das

Projekt Retrofit 4.0 zum Er-

fassen, Sammeln und Aus-

werten unterschiedlicher

Maschinendaten.

Die Problematik der be-

triebsinternen Verwaltung

von Fertigungsdaten veran-

lasste die Global Retool Group

zur Entwicklung eines Lö-

sungsansatzes unter dem Ge-

sichtspunkt des Konzeptes

Industrie 4.0.

Problem der Datennutzung

Viele, vor allem mittelstän-

dische Unternehmen stehen

im Zuge der Weiterentwick-

lung und Digitalisierung der

industriellen Abläufe vor

dem Problem der Nutzung

der neu gewonnenen Maschi-

nendaten. Oftmals können

die angesammelten Daten-

berge nicht zur Optimierung

der Fertigungsabläufe einbe-

zogen werden, da die Symbi-

ose der genutzten Datensys-

teme nicht gegeben ist. Bei-

spielsweise sind hier bereits

vorhandene Datenbanksyste-

me, wie ERP, MES und Zei-

terfassung zu nennen. Dafür

hat Solunio mit ›Visual Shop

8

i-Quadrat

| 2.2017

titel

Floor‹ eine passende Soft-

warelösung bereitgestellt.

Auf dieser Basis entstand das

Retrofit Package 4.0 unter

der Marke ›softQare‹. Die

Kompatibilität mit unter-

schiedlichen Datenquellen,

seien es Sensordaten, Daten-

banken, Web-Services, struk-

turierte Texte oder manuell

erfasste Daten, bildet das Al-

leinstellungsmerkmal dieser

Softwarelösung auf dem bis-

herigen Markt.

Frei nach dem Leitsatz »Da-

ten sammeln, Daten struktu-

rieren, Produktion optimie-

ren« arbeitet die Software

mit den zur Verfügung ste-

henden Daten des Kunden.

Die Daten werden automa-

tisch auf ein einheitliches

Datenformat gebündelt und

anschließend an einer Art

Sammelstelle, dem Highto-

wer, auf den Servern des

Kunden abgelegt.

Die zugrunde liegende Soft-

ware ›Visual Shop Floor‹

sorgt dabei auf Basis der drei

Bausteine ›Smart Layout‹,

›Monitoring‹ und ›Info Board‹

für die Visualisierung der

gebündelten Daten.

Das Smart Layout bildet

schematisch die Fertigung

des Kunden mit allen Ma-

schinen ab. Jede im Pro-

gramm abgebildete Maschine

lässt sich einzeln anklicken,

wodurch alle vorher definier-

ten Kenngrößen auf dem

Bildschirm angezeigt wer-

den. »Der besondere Aspekt«,

so Sascha Gersing, Projekt-

leiter bei der Firma SATEG

und verantwortlich für Ret-

rofit 4.0, »ist hierbei neben

der normalen Darstellung der

Daten auf einem PC-Bild-

schirm die Aufbereitung der

Daten für mobile Endgeräte.«

Der Kunde kann seine Ferti-

gungs- und Maschinendaten

direkt vor Ort in der Produk-

tion an der einzelnen Ma-

schine über ein Tablet oder

sein Smartphone abrufen