SEPTEMBER
09.2010


 

Der Navigator


Wälzlager - 22.000 Typen umfasst das Abeg-Lagersortiment von Findling. Da ist es für einen Anwender oft schwierig, das Richtige zu finden. Darum hilft eine Software beim Navigieren.

Konstruktion und Einkauf müssen optimal zusammenarbeiten. Darum sind Maschinenbauer darauf angewiesen, bei ihren Lieferanten Bauteile effizient beschaffen zu können. Das ist manchmal gar nicht so leicht, besonders wenn das Sortiment des Lieferanten beinahe unüberschaubar groß ist – so wie bei Findling Wälzlager. Das Lagerspektrum des Unternehmens aus Karlsruhe umfasst 22.000 Typen.
Für den Anwender nutzbar gemacht wird dieser umfangreiche Datenbestand über die webbasierte Software Quickfinder. Das Programm stellt die Eigenschaften aller Komponenten vereinheitlicht dar und schafft eine herstellerunabhängige, objektive Vergleichs- und Entscheidungsgrundlage. Aus mehr als 50 Millionen Varianten kann der Konstrukteur schnell und zielsicher die optimale Lösung finden und nach Auswahl von Lagertyp und Leistungsklasse die Lagerausstattung dem eigenen Bedarf anpassen. Innerhalb der jeweiligen Abeg- Leistungsklasse wählt er die passende Schmierung oder Dichtung und kann besondere Montage- und Sicherheitsvoraussetzungen berücksichtigen. Das nötige Zubehör wie Spannhülsen, Nutmuttern und Sicherungsbleche ist ebenfalls über Findling erhältlich. Mit seiner ganzheitlichen Abeg-Methode und dem Quickfinder will Findling Wälzlager den Bedürfnissen am Markt entsprechen und scheint dabei auf dem richtigen Weg: Einer im Jahr 2007 durchgeführten Studie des VDMA zum Thema Strategien im Maschinenbau zufolge, wünschen sich die befragten Unternehmen verstärkt Maßnahmen und Lösungen zur Beherrschung der Vielfalt und für den Übergang auf Systemlieferfähigkeit. Dies geschieht vor allem im Umfeld des starken Branchenwachstums und erstreckt sich auch auf die Druckindustrie.
Angesichts der zunehmenden Bedeutung audiovisueller und elektronischer Medien spielen moderne, leistungsfähige und wirtschaftliche Maschinen im Tagesgeschäft einer Druckerei eine wichtige Rolle. Das gilt auch für Arbeitsprozesse im Postpress-Bereich, in dem das Druckprodukt die endgültige Gestalt annimmt. Die Qualität in diesem Arbeitsschritt wirkt sich maßgeblich auf die Wertigkeit der Drucksache aus – eine Herausforderung an Unternehmen, die entsprechende Technologien für die Druckindustrie entwickeln und herstellen. Eines davon ist Hohner Maschinenbau mit Sitz in Tuttlingen. Das Unternehmen liefert seine Produkte in über 100 Länder und hat sich spezialisiert auf kleinere und mittlere Anlagen zur Druckweiterverarbeitung im Heftbereich. Das Hohner-Programm erstreckt sich vom Schmalheftkopf über einzelne Heftaggregate bis zur modularen Inline-Produktionsanlage zum Sammeln, Heften und Schneiden.
In Schmalheftköpfen, Drahtheftmaschinen und Sammelheftern sowie der Spezialentwicklung für den Digitaldruckbereich, dem Digi-Finisher, arbeitet eine Vielzahl von Lagerungen. In einem Heftaggregat sind es durchschnittlich sechs, in einer Sammelheftanlage verbaut Hohner in insgesamt 200 Lagerstellen 30 unterschiedliche Lagertypen.
»In unseren Produkten setzen wir ein großes Spektrum an Lagertechnik ein«, erklärt Thomas Gerlach von der zwölfköpfigen Konstruktionsabteilung bei Hohner. Angesichts der Vielzahl an zu verbauenden Maschinenelementen setzt das Unternehmen bei der Lagertechnik weitgehend auf Findling Wälzlager als zuverlässigen Systemlieferanten. Die Karlsruher decken mit ihrem breit gefächerten Angebot an Wälzlagern alle Anforderungen ab. »Ob einzelne Bauteile von einem Lager oder das komplette Bauteil, ob Kugel-, Nadel- oder Pendelrollenlager – das Angebot von Findling nutzen wir ziemlich breit«, ergänzt Gerlach.

Unterschiedliche Sichtweisen
Je nach dem, an welcher Stelle das Lager zum Einsatz kommt, stellt die Anwendung unterschiedliche Ansprüche an die jeweilige Komponente. Den Konstrukteuren ist es dabei wichtig, dass das Bauteil die technischen Kriterien erfüllt, der Einkauf muss im Beschaffungsprozess jedoch auch wirtschaftliche Vorgaben berücksichtigen. Dabei soll das Abeg-Konzept von Findling helfen. Es stuft Lagertypen unterschiedlicher Hersteller unter Berücksichtigung von Lebensdauer, Leistungsfähigkeit, Preis oder Verfügbarkeit in die vier Leistungsklassen Premium, Supra, Eco und Easy roll ein. Entsprechend der Frequentierung und Beanspruchung einer Lagerung lässt sich das technisch geeignete Produkt auch unter wirtschaftlichen Aspekten auswählen.
»So können wir bei untergeordneten oder optionalen Funktionen auf ein günstigeres Lager zurückgreifen, was aber die Lebensdauer genauso erfüllt wie ein höherpreisiges«, berichtet Michael Stiegeler, der bei Hohner im Einkauf tätig ist. Bis auf Easyroll nutzt er Lager aus allen Leistungsklassen, am häufigsten die Supra-Qualität. Diese Bauteile sind universell anwendbar und leistungsstark.
An besonders wichtigen Lagerstellen finden Premiumprodukte Anwendung. Neben der Belastung im Betrieb spielt auch die Einbausituation eine wichtige Rolle: »Wenn eine Stelle an der Maschine schwer zugänglich und das Nachschmieren eines Lagers nicht ohne Weiteres möglich ist, oder ein Lagerschaden die aufwendige Demontage zur Folge hätte, darf die Komponente nicht kaputtgehen«, betont Stiegeler. Deshalb wählt Hohner in diesen Fällen die höchste Leistungsstufe.
www.findling.de

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AUT 01/2008
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